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Acetylcholin

Acetylcholin zählt zu den wichtigsten Neurotransmittern im menschlichen Körper. Der Botenstoff hat sowohl Einfluss auf Gedächtnis- und Gehirnaktivitäten als auch auf jegliche Muskelbewegungen im Körper. Acetylcholin ist der erste als Neurotransmitter identifizierte chemische Botenstoff.


Wirkung von Acetylcholin


Was ist Acetylcholin?

Acetylcholin ist einer der am häufigsten vorkommenden Neurotransmitter im menschlichen Körper, oft abgekürzt mit ACh. Es ist sowohl im zentralen Nervensystem (ZNS) als auch im peripheren Nervensystem (PNS) zu finden, wo es dabei hilft, Signale von einer Zelle zur Nächsten zu übertragen.

Der Name Acetylcholin leitet sich von seiner Struktur ab, einer chemische Verbindung aus Essigsäure und Cholin. Acetylcholin wurde als erster Neurotransmitter 1914 von Henry Hallett Dale entdeckt und später von Otto Loewi in einem Froschherz nachgewiesen, wofür beide einen Nobelpreis bekamen.

Acetylcholin findet man in allen Motoneuronen, wo es die Muskeln zur Kontraktion anregt. Vom Laufen über die Verdauung bis hin zum Wimpernschlag - alle Bewegungen des Körpers funktionieren nur Dank dieses wichtigen Neurotransmitters. Er kommt auch in vielen Gehirnneuronen vor und spielt eine wichtige Rolle bei mentalen Prozessen wie Gedächtnis und Kognition.


Wirkungsweise im Körper

Die Hauptaufgabe von Acetylcholin ist die Übertragung von Nervenimpulsen zwischen Nervenzellen.

Im gesamten Nervensystem verbreitet, ist Acetylcholin unter anderem ein wesentlicher Bestandteil des vegetativen Nervensystems, das automatische Körperfunktionen wie Herzschlag, Atmung oder Verdauung aufrechterhält.

Auch im somatischen System, also den willkürlichen Bewegungen, steuert Acetylcholin eine Reihe von Funktionen, da es Informationen aus dem Zentralnervensystem an das periphere Nervensystem übermittelt, wo es Signale zwischen motorischen Nerven und Skelettmuskeln überträgt. Da der Neurotransmitter eine wichtige Rolle bei der Nutzung von Muskeln spielt, können Medikamente, die Acetylcholinspiegel beeinflussen, verschiedene Grade von Bewegungsstörungen bis hin zu Lähmungen verursachen.

Im Gehirn ist Acetylcholin für Motivation, Erregung und Aufmerksamkeit zuständig. Eine Verschlechterung des Acetylcholin-Stoffwechsels im ZNS wurde auch mit dem Ausbruch der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht. Studien weisen darauf hin, dass Acetylcholin eine Rolle bei bestimmten Aspekten des räumlichen Gedächtnisses spielen kann.

Grundsätzlich spielt Acetylcholin im Gehirn eine wichtige Rolle beim Aktiv werden, Bilden von Erinnerungen und der Aufrechterhaltung von Aufmerksamkeit.

 


Acetylcholinmangel

Acetylcholin ist ein kritischer Neurotransmitter, der eine wichtige Rolle bei der normalen Funktion von Gehirn und Körper spielt. Störungen in der Freisetzung und Funktion dieses Neurotransmitters können zu erheblichen Problemen in Bereichen wie Gedächtnis und Bewegung führen. Einige Symptome eines zu niedrigen Acetylcholinspiegels sind:

Medikamente und Substanzen, die die Acetylcholin-Funktion stören, können neben den oben genannten Symptomen im schlimmsten Fall zum Tod führen.

Das Gift der schwarzen Witwe bewirkt beispielsweise eine schnelle Freisetzung von Acetylcholin. Wenn ein Mensch von einer schwarzen Witwe gebissen wird, steigt der Acetylcholinspiegel dramatisch an, was zu schweren Muskelkontraktionen, Krämpfen, Lähmungen und sogar zum Tod führt. Auch das Giftgas Sarin wirkt auf diese Weise.

Hyperzine A

Hyperzine A wird aus Huperzia Serrata, einem Firmoss, gewonnen, der in der traditionellen chinesischen Medizin bei verschiedenen Krankheiten gegen Fieber und Entzündungen eingesetzt wurde. Es hat eine starke Cholinesterase-Hemmungsaktivität. Es gilt als wirksam zur Verbesserung des Gedächtnisses, hemmt allerdings dabei die Synthese von Acetylcholin im Körper.

Zu den möglichen Nebenwirkungen gehören unkontrolliertes Zucken der Muskelfasern, Krämpfe, Bluthochdruck und verlangsamte Herzfrequenz.

 

Natürliche Acetylcholin-Quellen

Acetylcholin wird im Körper aus dem Rohstoff Cholin gebildet. Fleisch, Milchprodukte, Geflügel und Fisch enthalten einen hohen Gehalt an Cholin. Auch Schokolade, Erdnussbutter, Rosenkohl und Brokkoli sind reich an Cholin und eignen sich somit optimal, um den Acetylcholinspiegel zu erhöhen.

Lecitin, die Hauptquelle von diätetischem Cholin, verbessert nachweislich die Lern- und Gedächtnisfähigkeit von Nagetieren. Es kommt in Zellwänden tierischer und pflanzlicher Lebensmittel vor, in besonders hoher Konzentration in tierischer Leber, Lunge und Herz sowie in Sojaprodukten.


Nahrungsergänzung

Wir nutzen in unserem Nahrungsergänzungsmittel Wunderkind² Acetylcholin in seiner Vorstufe DMAE (Dimethylaminoethanol ). So nutzen wir nicht nur die natürliche Synthese im Körper, DMAE fördert auch die Synthese des Glückshormons Serotonin.

Zusätzlich entfaltet DMAE seine Wirkungen vor allem im Nervensystem, da es die Blut-Hirn-Schranke besser als fertiges Cholin überwinden kann.

Acetylcholin kann die mentalen Leistungen ebenso wie die Aufmerksamkeit, die Konzentration und das Gedächtnis stärken. Auch kann es dazu beitragen, dass sich apathische, ängstliche Gefühle verringern, Stimmungen verbessern, Motivation und Selbstwertgefühle gestärkt werden. Bei Aufmerksamkeitsdefiziten (ADD) und Hyperaktivität (ADHS) können Studien zufolge damit verbundene, verhaltensbedingte Probleme wie Aggressionen gemildert werden.


Bioverfügbarkeit

Wir nutzen für unsere Nahrungsergänzung Hilfsstoffe wie Vitamine und Spurenelemente, die die Aufnahme der Wirkstoffe in den Körper verbessern.

Vitamin B12 ist unverzichtbar für den Energiestoffwechsel, das zentrale Nervensystem und die Aufnahme von Folsäure. Die Vitamingruppe fördert unter anderem das Wachstum neuer Nervenzellen.

Unser Top-Player bei der Synthese von Acetylcholin ist aber DMAE. Es wird im Körper ganz natürlich zu Acetylcholin umgewandelt und fördert nebenbei die Serotoninproduktion, mit dem Schlafprobleme verringert und die Schlafqualität allgemein verbessert werden können.

DMAE hat im Zentralen Nervensystem sehr viele Funktionen. Es regt die Bildung von Cholin an, was dazu führt, dass vermehrt Acetylcholin gebildet wird. Dieser Neurotransmitter ist für die Lern- und Gedächtnisfunktionen sehr wichtig. Es erhöht die körpereigene Gewinnung von Energie und verstärkt den Mukeltonus und scheint auf einige Altersprozesse einzuwirken. Es kann beispielsweise dazu beitragen, Lipofuszin abzubauen, ein stark fetthaltiges Pigment aus Proteinen und Cholesterin, das sich mit zunehmendem Alter verstärkt im Herzmuskel, in der Leber, in den Nervenzellen und in der Haut ansammelt.


Acetylcholin-Facts zum Mitnehmen

Das Gift der Hornisse hat eine sehr hohe Konzentration an Acetylcholin, weswegen ein Hornissenstich besonders schmerzhaft ist. Der Anteil an Gift pro Stich dagegen ist bei Hornissen, Wespen, Bienen und Hummeln trotz der unterschiedlichen Größe in etwa gleich. Auch in der Brennessel und in verschiedenen Giftfischen, wie dem Feuerfisch, ist Acetylcholin enthalten und für die schmerzhafte Wirkung verantwortlich.


Quellen

The Role of Acetylcholine in Learning and Memory
Cholinergic drugs ameliorate endothelial dysfunction by decreasing O-GlcNAcylation via M3 AChR-AMPK-ER stress signaling
Eicosapentaenoic acid ethyl ester improves endothelial dysfunction in type 2 diabetic mice